ÖW Marktupdate: Auswirkungen des Iran-Konflikts auf internationale Märkte: Laufend aktualisierte Einschätzung für die österreichische Tourismusbranche

ÖW Marktupdate: Auswirkungen des Iran-Konflikts auf internationale Märkte

Laufend aktualisierte Einschätzung für die österreichische Tourismusbranche.
Stand: 27.03.2026

Die Auswirkungen auf den österreichischen Tourismusstandort aufgrund des Iran-Konflikts sind spürbar, insbesondere durch das Ausbleiben arabischer Gäste. Die Lage im Luftverkehr hat sich noch nicht normalisiert; zugleich deuten die zuletzt berichteten Verkehrsströme auf eine schrittweise Neuordnung hin. Das durchschnittliche tägliche Flugvolumen zwischen Europa und dem Nahen Osten hat sich zuletzt leicht erhöht.

Die Jet-Fuel-Preise in der Region Europe & CIS sind zuletzt weiter gestiegen, was den Kostendruck im Luftverkehr erhöht. Gleichzeitig bleibt der Flugverkehr in Bewegung: Verbindungen werden angepasst, umgeleitet und schrittweise wieder aufgebaut.

Für Österreich zeigt sich diese Entwicklung insgesamt gut abgefedert, da der österreichische Tourismus auf mehreren stabilen Beinen steht – mit starken europäischen Märkten und wachstumsstarken Fernmärkten wie USA und China. Generell ist Österreich auch weiterhin in Richtung Asien gut positioniert – mit 14 Direktverbindungen und über 50 Flügen pro Woche. Das sorgt für Stabilität, etwa in Märkten wie China, wo die Nachfrage weiterhin robust ist. Südostasien und Australien sind derzeit stärker betroffen, insbesondere durch ihre Abhängigkeit von den Golf-Hubs.

Österreich bleibt damit in einer Position, in der Kontinuität, Sicherheit und Qualität auch in einem schwierigeren Umfeld als klare Stärken wirken können. Für den Sommer ist eine Prognose dennoch weiterhin schwer möglich, da die Dauer des Konflikts nicht einschätzbar ist.

Operative Vorsicht ist weiterhin geboten, da die EASA weiterhin den gesamten betroffenen Luftraum mehrerer Staaten im Nahen Osten – darunter Iran, Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien – als Hochrisikoraum für die zivile Luftfahrt behandelt.

Factsheet ÖW Marktupdate